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Hotelsoftware & Module

Internetpräsenz

Verdeckte Checks

   
Internet- und Wirtschaftskriminalität

Die zunehmende Internet- und Wirtschaftskriminalität ist

auch in der Hotellerie ein brisantes Thema. IT-Sicherheitsvorkehrungen

werden daher immer wichtiger. Was für Angebote

es gibt und welche Verhaltensregeln den finanziellen Schaden

bereits im Vorfeld begrenzen, erklären Versicherungsexpertin

Sanny Just und Progros-Geschäftsführer Jochen Oehler


Die Anzahl der Delikte im Bereich der Wirtschaftskriminalität ist vergangenes Jahr um zehn Prozent auf 89224 gestiegen.

Der Computerbetrug nahm sogar um fast zwölf Prozent zu. Die registrierten Fälle von Datenveränderung,

Computersabotage und dem Ausspähen von Informationen - etwa der Gästedaten haben sich innerhalb von drei Jahren fast verdreifacht.

Diese Fakten klingen alles andere als beruhigend.  Vorbeugende Maßnahmen sind zwingend erforderlich. Doch im Praxisalltag ist es meist

schwierig, ein angemessenes Sicherheitsniveau zu erreichen und dieses aufrechtzuerhalten. Die Gründe: fehlende Ressourcen, zu knappe Budgets

und zunehmend komplexere IT-Systeme. Selbst ein Experte hat inzwischen Mühe, bei der Vielzahl an Sicherheitsprodukten und -beratern

den Überblick zu behalten. Aus diesem Grund sind viele Hoteliers an einem leichten Einstieg in die Thematik interessiert.

IT-Grundschutz vom

Bundesamt für Sicherheit

 

Eine gute Alternative zur umfassenden, aber teuren Risikoanalyse ist der IT-Grundschutz des Bundesamtes für Sicherheit in der Informations'

technik (BSI). Mit diesem System lassen sich ITSicherheitskonzepte einfach und arbeitsökonomisch  realisieren. Das erzielbare Sicherheitsniveau

reicht für den normalen Schutz völlig aus und dient gleichzeitig als Basis für schutzbedürftigere IT-Systeme und Anwendungen. Eine ergänzende

Sicherheitsanalyse wird erst bei einem signifikant höheren Schutzbedarf notwendig. Darüber hinaus stellt das Bundesamt

ein Software-Werkzeug namens »GSTOOL« zur Verfügung, das den Anwender bei der Erstellung, Verwaltung und Fortschreibung von

IT-Sicherheitskonzepten unterstützt. Eine Testversion mit allen Funktionen ist auf der internetseite des BSI

unter www.bsi.bund.de/gshb

erhältlich.

Hundertprozentigen Schutz können jedoch alle Sicherheitssysteme, -produkte und -berater zusammen nicht garantieren. Vor allem bei Datenverlust

oder -manipulation kann es zu teuren Betriebsunterbrechungen kommen - im Front Office ebenso wie in der Reservierungsabteilung.

Und auch ein nicht funktionierender internetzugang - E-Mail eingeschlossen - kann kostenintensive

Auswirkungen haben.

Der Mitarbeiter ist größter Risikofaktor

Nicht zu unterschätzen sind zudem die Risiken, die von den eigenen Mitarbeitern ausgehen können. Nach Schätzung des Beratungsunternehmens

PricewaterhouseCoopers entsteht deutschen Unternehmen allein durch ihre Angestellten ein jährlicher Gesamtschaden von

durchschnittlich sechs Milliarden Euro. Daher ist es besonders wichtig, sich ausreichend für solche Fälle abzusichern.

Ein Lösungsansatz kommt aus der Versicherungsbranche: die sogenannte Vertrauensschaden- bzw. Vermögensschutzversicherung. Sie

bietet einen umfangreichen wirtschaftlichen Schutz vor:

• den Folgen zunehmender Internet-

und Computerkriminalität wie

Datenverlust bzw. -manipulation,

Phishing, Sabotage und Spionage

mit Bereicherungsabsicht

• den Folgen eines zielgerichteten

Angriffs mit Computerviren ohne

Bereicherungsabsichten (Wiederherstellungskosten)

• Betrug, Urkundenfälschung

und Urkundenunterdrückung

durch Dritte

• Wirtschaftsdelikte durch Firmenangehörige

wie Diebstahl, Betrug,

Computermissbrauch, Unterschlagung

und Veruntreuung.

Viele Versicherer haben sich inzwischen

auf die besonderen Anforderungen

der Hotellerie spezialisiert

und ihre Policen den Befürfnissen der Branche angepasst. Hinzu kommt eine stark optimierte und vereinfachte Handhabung bei der Prämienermittlung ohne

aufwändiges Ausfüllen seitenlanger Fragebögen. Oft genügen schon die Angabe der Zimmeranzahl und der Kategorie.

 

Dem Missbrauch entgegenwirken

Neben dem Leistungsvergleich der Anbieter ist unbedingt auf Mindestprämien und die Höhe der Selbstbeteiligungen zu achten. Eine gute Absicherung

hält die »Wunden« kleiner, denn der Schaden, den ein Hotel beispielsweise durch den Missbrauch von Gästedaten erleiden würde, ist

finanziell nur schwer zu beziffern. Hinzu kommt der Imageverlust, der ebenfalls finanzielle Folgen nach sich ziehen kann.

Vor diesem Hintergrund ist es ratsam, folgende Empfehlungen umzusetzen:

• Ziehen Sie Ihren IT-Berater ins Vertrauen, um

sich bestmöglich von »außen« zu schützen!

• Nutzen Sie die regelmäßigen Updates Ihrer

Sicherheitssoftware !

• Regeln Sie im Hotel eindeutig den Umgang

Ihrer Mitarbeiter mit der IT!

• Schulen und sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter!

• Reduzieren Sie Ihr finanzielles Risiko auf

ein vertretbares Minimum und prüfen Sie gegebenenfalls

die Abdeckungssumme Ihrer

Versicherung I

 
   

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